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Warum Heilpraktiker für Psychologie werden … wenn man doch nur als Coach, pädagogischer Berater etc. arbeiten will?

Die Antwort ist ganz einfach: Krankheiten diagnostizieren, lindern und heilen dürfen nur Ärzte und Heilpraktiker. Wie oft bewegen sich aber Menschen in helfenden oder beratendenden Berufen am Rande zum Therapieren? Manchmal ahnen sie es nicht einmal. Wie sollten sie auch, wenn sie weder diagnostizieren können noch dürfen?
Die Entscheidung, ob ein Klient ein Problem oder eine psychische Störung hat, ist aber ganz wesentlich, um die Grenze zum Illegalen zu kennen. Dazu muss man nun wieder diagnostizieren können, was man aber nicht darf, und so schließt sich der Kreis.
Es ist also für Angehörige dieser Berufsgruppen von großer Bedeutung zu wissen, ob sie gerade coachen oder therapieren.
Mit der Ausbildung zum Heilpraktiker eingschränkt auf den Bereich der Psychotherapie können Kennnisse in diesem Bereich erworben werden, und direkt nach Bestehen der amtsärztlichen Überprüfung beim Gesundheitsamt gehört oben genannte Zwickmühle der Vergangenheit an.
Wer bisher als Coach oder Berater gearbeitet hat und nun bei einem Klienten eine Angststörung feststellt, kann ja immernoch entscheiden, ob er coacht, therapiert, oder dem Klienten eine andere Behandlung empfiehlt.
Ideal ist es nätürlich, sich sich sowohl im Coaching, als auch in der Psychotherapie auszukennen und so zwei Berufe auf einmal ausüben zu können.
Wie oft erleben ein Coach es, dass ein Klient zu ihm kommt, und zunächst ein Problem, eine Schwierigkeit, eine komplizierte Lebenssituation oder Ähnliches schildert, und er durch das Gespräch mit dem Menschen erst bemerkt, dass vordergründig vielleicht die geschilderte Situation zwackt, aber dahinter ganz andere Probleme stecken. Manchmal geht die eigentliche Ursache auf negative Erfahrungen in der Vergangenheit zurück. Ein seelisches Schockerlebnis, auch Trauma genannt, in früherer Zeit kann die Ursache für unzählige Probleme in der Gegenwart sein. Und schon ist man im Bereich der Psychologie gelandet, in diesem Fall häufig bei der posttraumatischen Belastungsstörung.

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